Digital Employee Experience – Was es braucht, um Future Work und hybrides Arbeiten erfolgreich zu gestalten

Lesedauer: 4 min

Mai 16, 2022

Unsere Art zu arbeiten hat sich verändert und das nicht erst seit Ausbruch der Covid-Pandemie. Allein die Tatsache, dass vielen Unternehmen die Umstellung von Präsenzarbeiten auf Homeoffice in Rekordzeit gelang, zeigt, wie tief der digitale Wandel bereits verwurzelt war. Jedoch hat die Pandemie viele der damit einhergehenden Entwicklungen beschleunigt und verfestigt.

Welche Entwicklungen damit gemeint sind, ist vielfältig. Vom „War for Talent“ oder seiner deutschen Entsprechung, dem „Fachkräftemangel“, haben wir beispielsweise alle schon mal gehört. Oder aber von Begriffen wie der „Work-Life-Balance“, die deutlich älter sind als die Pandemie.

In diesem Beitrag soll es um ein Thema gehen, das genau diese Beispiele und viele weitere unter einem Dach vereint: Die Digital Employee Experience (DEX).

 

In diesem Artikel:

  1. Was verstehen wir unter Digital Employee Experience?
  2. Trend 1: Digitalisierung
  3. Trend 2: Konnektivität und „Always on“
  4. Wie begegnen wir diesen Trends am besten?

 

Was verstehen wir unter Digital Employee Experience?

Employee Experience beschreibt die Gesamtheit aller Erfahrungen, die Arbeitnehmende mit einem Unternehmen machen. Das Lesen einer Stellenausschreibung und die anschließende Bewerbung – eine Employee Experience.  Bewerbungsgespräche, Vertragsunterzeichnung, Onboarding – Employee Experiences. Die Liste ließe sich fortführen mit allen denkbaren Interaktionen zwischen Unternehmen und Mitarbeitendem.

Was Digital Employee Experience ist, erschließt sich aus diesem Kontext wahrscheinlich von selbst: DEX sind alle Interaktionen, die Mitarbeitende über digitale Kanäle im Kontext ihrer Arbeit haben. Das können Videoanrufe, E-Mails, die Nutzung des Intranets, der Besuch der Firmen-Homepage, der Einsatz von Software-Lösungen und weiteres sein.

Die DEX ist ein essenzieller Bestandteil der Future of Work. Schauen wir also im Folgenden auf zwei Trends, die diese ausmachen.

 

Trend 1: Digitalisierung

Wenn wir von Digitalisierung im Kontext moderner Arbeitskultur sprechen, reden wir nicht von einem klar definierten Zielbild. Es gibt nicht das eine Unternehmen, das sich fertig digitalisiert hat. Genauso wenig gibt es die eine Checkliste, die Sie abarbeiten können, um den Prozess „Digitalisierung“ abzuschließen.

Nein, Digitalisierung beschreibt eine kontinuierliche Entwicklung, die sich ständig neu definiert. Wer hätte beispielsweise vor der Pandemie gedacht, dass Videotelefonie-Dienste wie Zoom eine derartige Relevanz haben würden? Für Unternehmen heißt das, dass sie bei diesem fortlaufenden Prozess mithalten müssen.

Aus dieser Feststellung erwachsen eine Reihe von Herausforderungen. Allen voran steht dabei die zunehmende Komplexität, der sich Arbeitnehmende gegenübergestellt sehen. Die Zeiten, in denen der Umgang mit der Microsoft-Office-Suite ausgereicht hätte, sind vielerorts vorbei.

Für Arbeitnehmende und Arbeitgebende bedeutet das gleichermaßen, dass sie sich eine ganz neue Stufe der Digitalkompetenz aneignen müssen. Digitalkompetenz beschreibt in diesem Kontext den generellen Skill, sich schnell in neue digitale Arbeitsumfelder einfinden zu können.

Dass in dieser Hinsicht oftmals noch Nachholbedarf besteht, ist klar. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie Mechanismen und Strategien entwickeln müssen, die gezielt eine Steigerung der Digitalkompetenz zum Ziel haben. Auf der anderen Seite ist damit jedoch auch die klare Anforderung an Unternehmen verbunden, ihre eigene digitale Strategie zu überdenken.

Letztendlich handelt es sich bei der Digitalisierung des Arbeitens um einen Balanceakt. Auf der einen Seite können digitale Tools enorm hilfreich sein, um Arbeitsabläufe zu optimieren und die Produktivität zu steigern. Auf der anderen Seite kann ein unüberschaubares Wirrwarr an Software aber auch das genaue Gegenteil zur Folge haben.

 

Trend 2: Konnektivität und „Always on“

Der Trend der Konnektivität kann als eine Ausprägung des fortschreitenden digitalen Wandels angesehen werden. Auf Grund der komplexen Herausforderungen, die diese Ausprägung zusätzlich mit sich bringt, lohnt es sich jedoch, sie als eigenen Trend zu behandeln.

Denn durch die nahezu unaufhaltsam scheinende Entwicklung hin zu hybriden Arbeitsmodellen ist die Vernetzung über digitale Kanäle oftmals das einzige Mittel zum Austausch geworden. Office adè. Über Jahrzehnte erprobtes Arbeitsmodell adè.

Das bringt auf der einen Seite viele Chancen mit sich – sonst würden derartige hybride Arbeitsmodelle ja auch nicht aktiv von den Arbeitnehmenden gefordert werden. Hinter diesem Trend verbergen sich jedoch auch Risiken, die nicht außer Acht gelassen werden können.

Seien es die altbekannten „Schwierigkeiten einfach mal abzuschalten“ und das Gefühl, Arbeit und Privates nicht mehr richtig trennen zu können. Oder aber die Angst auf Seiten der Arbeitgebenden, dass Homeoffice der Produktivität schade. Oder aber auch eine zunehmende Isolation von Kollegen, Arbeitsabläufen und Entscheidungsprozessen, im Englischen als „Detachement“ bezeichnet.

All diese Beispiele, die bereits hinreichend belegt wurden, zeigen, dass es für Unternehmen nicht genügt, einfach in die Future of Work „hineinzustolpern“. Vielmehr ist eine aktive Planung nötig.

 

Wie begegnen Sie diesen Trends am besten?

Kurze Antwort: Mit System.

Die lange Antwort ist ein wenig komplizierter und vor allem auch individueller. Das Stichwort, um das sich am Ende jedoch alles dreht, ist Employee Experience Management (EXM). EXM heißt im Wesentlichen, der eigenen Belegschaft zuzuhören, kontinuierlich Feedback zu sammeln, daraus relevante Insights abzuleiten und diese dann in Maßnahmen zur Optimierung der Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit umzusetzen.

Der  Schlüssel, um die Herausforderungen von Future of Work zu meistern, ist die Etablierung von Feedback-Mechanismen, die eine Kommunikation zwischen Management und Mitarbeitenden ermöglichen. Denn die Diskrepanz, die zwischen den Erwartungen und Erfahrungen dieser beiden Gruppen existiert, ist teilweise drastisch. Und das birgt enorme Risiken.

Systematisches EXM hilft, diesen Risiken zu begegnen, weil der stetige Fluss von Kommunikation und Kollaboration damit systematisch geplant und umgesetzt werden kann. Ist die Entscheidung für ein ganzheitliches EXM Programm erst einmal getroffen, ist der nächste Schritt die Auswahl einer geeigneten Software-Lösung. Diese sollte den angestrebten Zielen gerecht werden und dabei Kriterien wie u.a. EX Maturity Level, benötigte Schnittstellen und Integrationen, vorhandenes Budget und Expertise im Unternehmen berücksichtigen.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie an Beratung auf  Augenhöhe interessiert sind und wissen wollen, was eine ganzheitliche All-InOne Software-Plattform für Experience Management für Sie tun kann.

 

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